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Forschung

Was wir erforschen.

Stabilität, die entsteht, weil ein System seine Sollwerte aktiv an die Situation anpasst — bevor eine Störung zum Problem wird.

Grundprinzip

Das Prinzip Allostase

Klassische Vorstellungen von Gleichgewicht gehen davon aus, dass ein System einen festen Sollwert hat, zu dem es nach jeder Störung zurückkehrt. Allostase beschreibt etwas anderes: Stabilität, die entsteht, weil ein System seine Sollwerte aktiv an die jeweilige Situation anpasst — bevor eine Störung überhaupt zum Problem wird. Der Preis dieser Anpassung ist Belastung; wird sie chronisch, kippt sie in Erschöpfung. Genau dieses Wechselspiel aus Anpassung, Belastung und Erholung ist der Kern unserer Forschung.

Woran wir arbeiten

Zustandserkennung

Wir untersuchen, welche software-erfassbaren Signale zuverlässig auf Fokus, Überforderung, Flow und Erschöpfung hindeuten — ohne zusätzliche Wearables oder invasive Sensorik. Erfasst werden dabei ausschließlich abstrakte Verhaltensmuster wie Rhythmus, Tempo und Pausen — niemals Inhalte. Was jemand schreibt, liest oder sagt, bleibt außen vor; nur wie sich jemand dabei verhält, fließt in die Betrachtung ein.

Zustandsregulation

Erkennen allein reicht nicht. Wir erforschen, welche software-basierten Interventionen — von Atemführung bis zu gestalterischen Mitteln — nachweislich helfen, einen Zustand wieder in Richtung Stabilität zu verschieben.

Privatsphäre als Konstruktionsprinzip

Zustandsdaten gehören zu den sensibelsten Daten überhaupt. Unsere Forschung ist deshalb konsequent lokal ausgerichtet: Verarbeitung findet auf dem Gerät statt, nicht auf einem Server.

Abgrenzung

Was wir nicht sind

Unsere Forschung dient nicht der medizinischen Diagnose oder Behandlung. Allostatic Labs entwickelt keine Medizinprodukte und macht keine Heilversprechen. Unsere Arbeit richtet sich an gesunde Nutzer, die ihren eigenen Zustand besser verstehen wollen — nicht an die Behandlung von Erkrankungen. Erkannte Zustände sind Beobachtungen, keine Urteile — unsere Software bewertet nicht, ob jemand „gut" oder „schlecht" arbeitet.